
Mit dem Design haben wir gleich am
Anfang ein Statement gesetzt. Es blueht anders.
Bruch Katharina, du und dein Mann Nikolaus habt das Hotel Zum Hirschen im Dezember 2023 eröffnet. Wenn du jetzt durchs Haus gehst, wie fühlst du dich?
Katharina Ich finde es noch immer so schön und wenn ihr mich fragt, wird es sogar noch schöner. Vor allem weil sich unser Garten jetzt erst richtig entwickelt. Insgesamt fühlt sich alles stimmig an. Es ist im ganzen Haus eine Linie erkennbar – und dabei habt ja auch ihr uns geholfen.
Bruch Wir hatten das Glück, dass Interior Designerin Pia Clodi uns empfohlen hat.
Katharina Pia sagte, Innenarchitektur und Branding gehöre zusammen. Das müsse eine Sprache sprechen. Deshalb haben wir euch gleich ins Boot geholt.
“Die Gäste sollen merken:
Katharina Wallmann, Zum Hirschen
Wir sind kein 08/15-Sterne-Haus.
Wir sind anders.”
Bruch Wäre Branding sonst eher nicht so ein Thema gewesen?
Wie ihr wisst, war ich früher im Start-up-Wesen in Berlin unterwegs. Marketing war meine Welt. Das ist, glaube ich, auch der Grund dafür, warum ich ein großes Verständnis dafür habe, wie wichtig Branding ist. Dass ein Projekt Hand und Fuß hat. Dass man auch ausnutzt, wenn es – so wie bei uns – eine lange Geschichte gibt. Das Hotel Zum Hirschen ist ein Ort mit Seele. Mir war klar, dass wir davon erzählen wollen.
Bruch Das Haus ist seit 1830 im Besitz deiner Familie. Du führst es nun in 11. Generation. Dabei war es nie geplant, dass du es mal übernimmst.
Das stimmt. Meine Eltern haben mich zwar gebeten, dass ich von Berlin zurück nach Salzburg komme, um den Betrieb zu übernehmen, der damals noch verpachtet war. Aber es ging dabei gar nicht unbedingt darum, dass ich das Hotel selber betreibe, sondern dass ich mich damit auseinandersetze, was mit dem Haus nach der Pacht passiert. Sie meinten: „Mach, was du willst, aber kümmer’ dich drum.“ In dem Prozess habe ich dann gemerkt, naja, eigentlich möchte ich das Hotel schon selber führen.
Bruch Das Haus ist seit 1830 im Besitz deiner Familie. Du führst es nun in 11. Generation. Dabei war es nie geplant, dass du es mal übernimmst.
Das stimmt. Meine Eltern haben mich zwar gebeten, dass ich von Berlin zurück nach Salzburg komme, um den Betrieb zu übernehmen, der damals noch verpachtet war. Aber es ging dabei gar nicht unbedingt darum, dass ich das Hotel selber betreibe, sondern dass ich mich damit auseinandersetze, was mit dem Haus nach der Pacht passiert. Sie meinten: „Mach, was du willst, aber kümmer’ dich drum.“ In dem Prozess habe ich dann gemerkt, naja, eigentlich möchte ich das Hotel schon selber führen.


Bruch Wieso das?
Es war einfach dieses Riesenpotenzial da. Der gestalterische Freiraum ist bei einem Hotel echt enorm, vor allem wenn man – so wie wir – von vorne anfängt.